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	<description>Bildung, Technologie, Politik und Management</description>
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		<title>Piraten, immer nur Piraten</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 18:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Jens macht es einem als Pirat nun beileibe nicht leicht, ihm zu folgen (pun intended). Den “Machst du es irgendwo besser?”-Reflex muss man erstmal runterwürgen; ohne irgendwo Rechenschaft ablegen zu müssen scheint es leicht, den Finger in fremde Wunden zu legen. Es lohnt sich trotzdem öfter mal. Ich habe also zwei Anmerkungen, die erste ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://netzpolitik.org/2011/sebastian-nerz-im-deutschlandradio-interview/#comment-439810">Jens</a> macht es einem als Pirat nun beileibe nicht leicht, ihm zu folgen (pun intended). Den “Machst du es irgendwo besser?”-Reflex muss man erstmal runterwürgen; ohne irgendwo Rechenschaft ablegen zu müssen scheint es leicht, den Finger in fremde Wunden zu legen.<br />
Es lohnt sich trotzdem öfter mal. Ich habe also zwei Anmerkungen, die erste ist dreiteilig…</p>
<p>Die Piraten sind zum großen Teil ein streitlustiger, mal mehr, mal weniger motivierter Haufen an Experten, die nicht in ihrem Fachgebiet arbeiten. Ich vermute, dass deshalb die Lösungssuche für dezentrale Beteiligungsprozesse etwas besser und die programmatische Arbeit schleppender läuft – bei selbst organisierten Gruppen ist es nicht so leicht, immer einen Polithistoriker, einen Juristen und einen Organisator dabei zu haben, von Fachexperten mal zu schweigen. Nun könnte man Einwerfen, dass wir nun einmal alles ehrenamtlich machen, mit Verweis auf die Occupy-Bewegungen wegwischen – aber die gibt es noch keine 6 Jahre in einer sich ständig entwickelnden und schubweise wachsenden Form. Wir brauchen auch nicht nochmals beweisen, dass wir große Kraft in kurzer Zeit aufbieten können.</p>
<p>Nun sind aber unsere Mitglieder zwar punktuell in größeren Zahlen aktivierbar, aber nicht ständig tätig. Was keinem von ihnen, so sie denn auch nicht destruktiv tätig sind, zum Vorwurf gemacht werden kann. Aber es bedeutet in der Konsequenz, dass der Großteil der ständigen Arbeit von wenigen gemacht wird. Man muss bedenken, wie viel Zeit wir uns auf Parteitagen nehmen, die Mutigen von den Wahnsinnigen zu trennen, um sie dann ehrenamtlich den Vorstand einer Partei mit (damals) 12 000 Mitgliedern antreten zu lassen und damit die Mutigen und Fähigen in die Hände ihres eigenen Zeitmangagements im Kampf gegen den Burnout zu übergeben. Undankbarer Irrsinn! Dabei erwartet Bürger und Journalist schon von jedem, der nur am Infostand steht, dass Wiki auswendig zu kennen und jede Frage zu beantworten, als würde man täglich zwei Stunden lang Interviews geben.<br />
Aber dann leisten Leute wie unsere politische Geschäftsführerin umwerfende Auftritte, beweisen Resistenz und Kühnheit in einem Ausmaß, das jeden Kritiker umgehend als bornierten Querulanten verblassen lassen und jeden Mailinglistentroll mit einem Hauch verstand Ehrfurcht einflößen. Und ich habe jetzt noch nichts zu Alter und Berufserfahrung der Person gesagt.</p>
<p>Um nun die Kurve zu kriegen: Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass Piraten immer weniger die Prinzipien klar sind, die mir noch 2009 im Wahlkampf als die einigenden Nenner der Partei schienen. Das Programm war dünner und trotzdem konnte man Menschen auf der Straße anhand von Prinzipien erklären, wie sich Piraten positionieren, ohne das ausformuliert auf totem Holz stehen zu haben.<br />
So erkläre ich mir auch, dass unser Grundsatzprogramm besser weg geht als die hübschesten Flyer, die wir aufbieten können. Mir wirkt es zudem so, als sei der Parteibasis die an den Piratenprinzipien geführte Argumentations- und Denkweise entglitten. Das geht so weit, dass von Vorständen die Definition von Werten gefordert wird – das muss man sich im Piraten-Kontext mal auf der Zunge zergehen lassen.<br />
Vielleicht ist die Mitgliederbasis zu breit gestreut, vielleicht sind die klaren Prinzipien von 2009 auch 2009 eigentlich schon nicht ausreichend gewesen. In jedem Fall befinden wir uns als Partei in der Not, mit philosophischem, und vielleicht auch historischem, Sachverstand nieder zu schrieben, was uns leitet – in einer Sprache, die der Bürger, der Pirat und der anspruchsvolle Kritiker versteht. Als Markierungen für die Startbahn, von der wir gerade abheben.</p>
<p>Was Sebastian Nerz angeht, so haben wir ihn sicher für seine Fähigkeiten gewählt – aber vielleicht nicht als Erklärer und Kommunizierer zur Öffentlichkeit hin. Es ist offenbar nicht seine Stärke. Sein Stellvertreter, der Schatzmeister, der Generalsekretär und der und die Beisitzer/in arbeiten auf beeindruckende Weise und man sieht von außen davon so wenig, wie man vielleicht vom internen Wirken des Vorsitzenden sieht. Einen Berliner haben die Medien ja auch schon lieb gewonnen, der da seine Qualitäten ausleben kann. Wenn der Bundesvorstand seine Aufgabenverteilung prüfen würde, würde mich das freuen.<br />
Genauso, wie es mich freuen würde, wenn andere Bündnisse und Netzverfechter die Piraten als Freund verstehen und behandeln würden, der manchmal einen guten Ratschlag braucht – wie es ihnen selbst nicht anders geht. Demut schadet in dieser Debatte niemandem. Aber den Piraten ihren Beitrag bei der Veränderung dieser Gesellschaft abzusprechen oder anzudeuten, wir könnten am Ende mehr geschadet als beigetragen haben, weise ich als unverschämt zurück. Wir, die Netz- und Zukunftsverfechter, haben nun verschiedene Institutionen geschaffen, die alle eigene Zwecke erfüllen. Alle motivieren unterschiedliche Menschen zur Beteiligung. Vielleicht täte es gut, die gemeinsame Richtung klarer abzustimmen.</p>
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		<title>Die Antwort auf das Internet, das Universum und den ganzen Rest</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 10:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist das vermessen von mir, mich jetzt hier aufzuregen. Ich bin kein Internetnutzer der ersten Stunde. Ich bin gerade noch so in einer Zeit in die Computerwelt und das Netz eingestiegen, in der man nicht ganz umhin kam, sich auch technisches Verständnis aneignen zu müssen. Ich kann Computerteile zu einer funktionieren Maschine zusammenfügen. Ich kann nicht programmieren, meine Kenntnisse beschränken sich da auf ein paar Schulstunden. Ich würde mich als mündigen Nutzer beschreiben.</p>
<p>Ich rege mich natürlich trotzdem auf; über die größere Zahl der Netznutzer, die heute ignorant gegenüber der Technik sind, mit der sich sich bewegen. Und diese Gruppe wächst durch die Massen junger Menschen, die soziale Netzwerke selbstverständlich nutzen ohne dazu grundlegende Kompetenzen zu besitzen. Die iPad- und Chromebook-Zielgruppe.</p>
<p>Etablierte Vertreter konnte man auf der re:publica XI im Kontrast zu Aktivisten, Politikern und Vordenkern gut beobachten. Etwa Blogger ohne Thema und Interesse, denen das Szenetreiben wichtig ist, aber sonst wenig. Leute, die einem in der Ticketschlange sagen, sie wüssten nicht, ob das UMTS-Netz überlastet sei; sie hätten ihr eigenes. Sie hätten auch keine Lust, für die WLAN-Nutzung ihr Passwort zu ändern, sie würden ja schon immer und überall das gleiche nutzen. Und gehen dann bei der Abendveranstaltung auf die Bühne, um zu verkünden, sie wären ja jetzt 13 Jahre im Netz unterwegs. Okay, natürlich halte ich den durchschnittlichen Besucher der rp11 für wesentlich kompetenter.</p>
<p>Von allen Seiten hallt es gerade, diese Netzbefüller mögen doch jetzt bitte mal den Rest der Gesellschaft mitnehmen. Das kann niemand wirklich wollen.<br />
Natürlich könnten auch die Aktivisten, Politiker und Vordenkener gemeint sein &#8211; aber die machen das doch schon. Auf vielen Gebieten. Und die Webdesigner, Social Media-Berater und wie sich die neuen Berufe noch nennen? Die sollten sich vielleicht eingestehen, dass die <a title="#rp11 – Ein Schuß in den Ofen" href="http://www.torstenmaue.com/rp11-ein-schuss-in-den-ofen/" target="_blank">Professionalität den eigenen Reihen</a> weit zu wünschen übrig lässt.</p>
<p>Szenenwechsel: 27c3, der 27. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs in Berlin. Ganz anderer Eindruck: mattes Schwarz dominiert bei Kleidungs- und Computerfarbe. Wieder viele interessante Menschen &#8211; zum Teil einfach die gleichen wie vier Monate später auf der re:publica XI. Aber das Grundrauschen ist anders. Geschäftiger. Es fühlt sich familiärer an und Ego scheint eine kleinere Rolle zu spielen. Keine sponsorbeladenen Namensschilder. Hier gehört es zum guten Ton, eMails auch GPG-verschlüsselt verschicken zu können &#8211; die eigene Festplatte ist sowieso verschlüsselt. Manche bringen ihre persönlichen Daten garnicht erst mit auf den Kongress.</p>
<p>Sind das jetzt die Lehrer, die man sich für die Gesellschaft in Sachen Netz wünscht?<br />
Zwar ist hier jeder gern bereit, sein Projekt vorzustellen, Fachgespräche zu führen und GPG erklärt man sicher auch gern noch (mit einem müden Lächeln und etwas Kopfschütteln). Aber das Nutzen von HTTPS-Verschlüsselung? Man wünscht sich doch, dass Grundlagen bitte erstmal angelesen werden (Fachtermini: &#8220;RTFM&#8221;) und man dann maximal mit einer interessanten Frage zu einem Thema wieder kommt. Dabei will ich wirklich nicht dem CCC vorwerfen, nicht offen für Interessierte zu sein &#8211; im Gegenteil, ich habe den 27c3 als sehr freundliche Veranstaltung erlebt. Aber als Ausbildungsbehörde für die Bevölkerung sieht weder der CCC sich noch ich ihn.</p>
<p>Die Piratenpartei soll natürlich als Anspruchsgruppe hier nicht vergessen werden. Die Beschäftigung mit sich selbst, die ihr immer wieder vorgeworfen wird, halte ich für einen völlig notwendigen Prozess. Die Ziele der Partei und die Ansprüche, die gerade kritisch-sympathisierende Mitglieder gerne erheben, halte ich für völlig überzogen. Die Piraten wählen sich mehr Themen, als sie mit ihren aktiven Mitgliedern bearbeiten können und bekommen von außen noch mehr Themen zugeschrieben. Dabei muss sie ihre Existenz nicht mehr rechtfertigen, ihre direkten und indirekten Effekte haben das längst ausgeräumt &#8211; aber ihnen diese Aufgabe zuzuschreiben, wäre wahrlich zuviel verlangt und entspricht nicht der Körperschaft einer Partei.</p>
<p>Es bleibt die Option, dem Staat die Sicherstellung der Mündigkeit seiner Bürger aufzuerlegen. Das fände ich richtig. Wenn man aber einen Blick in die Lehrerbildung und die Politik wirft, verwirft man den Gedanken lieber schnell. Die SZ fasst die <a title="SZ: Lederstrumpf im Internet (EG8 für Analoge)" href="http://blogs.sueddeutsche.de/feuilletonist/2011/05/24/lederstrumpf-im-internet-eg8-fur-analoge/" target="_blank">Situation</a> zum EG8-Gripfel schön zusammen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was bleibt also über? Man hilft sich selbst, in dem man anderen Selbsthilfe ermöglicht.<br />
Ich würde mir ein <a title="SelfHTML" href="http://de.selfhtml.org/" target="_blank">SelfHTML</a> für das Internet wünschen. Ein lebendiges Lehrbuch für das Leben mit oder im Internet. Alle genannten Organisationen hätten das Potential, ein Interesse und die Möglichkeit dem beizusteuern. Auch und gerade die Regierung. Die könnte Device-Herstellern auch eine Selbstverpflichtung nahelegen, eine Verknüfung oder Offline-Variante zu diesem Lehrbuch auf ihren Geräten prominent zu platzieren. Im Interesse der Hersteller wäre das durchaus. Lehrer können es im Unterricht verwenden. Jeder kann es verwenden, überall.</p>
<p>Die Idee lässt sich schnell ausmalen:<br />
Man setzt einen Server mit einer OpenSource-Software zum kollaborativen Buchschreiben auf. Man fängt an, man steckt eine Gliederung ab: Was ist ein Computer? Was ist ein Netzwerk? Was ist ein Browser? Wie surfe ich sicher? &#8211; das Rad muss nicht neu erfunden werden, aber eine Prise Didaktik und Textführung sollten die Lerntexte von Wikipedia-Texten abheben.<br />
Und dann schreiben alle Interessierten, wozu die großen Organisationen sie aufrufen und das Netz es im Idealfall aufnimmt.</p>
<p>Ich wünsche mir, dass wir den &#8220;Hitchikers Guide to the Internet&#8221; schreiben.<br />
In großen, freundlichen Buchstaben steht auf der Startseite:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 style="text-align: center;"><a title="Towel Day" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Towel_Day">Keine Panik</a></h1>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tabletmarkt 2011: Apple machts sich gemütlich</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 10:31:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Apple liefert pünktlich das Update zu seinem von der Konkurrenz gerade erst wirklich angetasteten Tablet-Device aus und baut damit seine unangetastete Führung aus. Das neue Gerät ist eine Frischzellenkur, die an den Prinzipien des Gerätes nichts ändert &#8211; es gibt eben auch keine Not. Mehr vom Bewährten, und eleganter: Dünner, leichter, schneller. Und mit Kameras. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apple liefert pünktlich das Update zu seinem von der Konkurrenz gerade erst wirklich angetasteten Tablet-Device aus und baut damit seine unangetastete Führung aus. Das neue Gerät ist eine Frischzellenkur, die an den Prinzipien des Gerätes nichts ändert &#8211; es gibt eben auch keine Not. Mehr vom Bewährten, und eleganter: Dünner, leichter, schneller. Und mit Kameras.</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass sich Apple nicht dazu bringen konnte, das iPad alleine lauffähig zu machen: Das <em><a title="engadget: Editorial: It's Apple's 'post-PC' world - we're all just living in it" href="http://www.engadget.com/2011/03/03/editorial-its-apples-post-pc-world-were-all-just-living/" target="_blank">post-PC</a></em>-Gerät, wie Apple es nennt, muss nach dem Kauf erst einmal an einen Computer mit iTunes angeschlossen werden. Das iPad hätte es nach seine Erfolgsgeschichte und dem Anspruch eines Gerätes, dass für viele Nutzer die kompletten Technologiebedürfnisse abdecken kann, durchaus die Eigenständigkeit verdient. Aber Apple wäre nicht Apple, würde man Kontrolle abgeben.</p>
<p>Neben den Kameras vorne und hinten (und der Apple-eigenen Videotelefonie-Software Facetime) ist die zweite echte Neuigkeit die Fähigkeit, den iPad-Bildschirm gleichzeitig über HDMI auszugeben. Standesgemäß für einen $39-Adapter. Wie die Notwendigkeit für Adapter für Apple akzeptabler ist als ein zusätzlicher Port am Gerät &#8211; ob Platz oder Ästhetik nun das Kriterium sind &#8211; muss nicht einleuchten.</p>
<p>Die Erfolgsgeschichte des iPads ist eben vor allem eine <strong>Blamage der Konkurrenz</strong>, die jetzt erst &#8211; ein Jahr nach der Vorstellung des iPad &#8211; ernst zu nehmende Geräte auf den Markt bringen kann (was größtenteils erst in den nächsten Monaten geschehen wird). Die Android-Faktion und der Rest (WeTab und das webOS-Tablet von HP) können derzeit noch nichts vorweisen. Ausnahme ist Motorola, das gerade das Xoom auf dem amerikanischen Markt bringt.</p>
<p>Die Riege aus RIM, HP und diversen Android-Herstellern stellt derzeit Tablets vor, die von der Leistung her dem iPad 2 je nach Komponente leicht über- oder unterlegen ist. Die Hardwareleistung ist wenig ausschlaggebend, lediglich USB-Host-Ports und ähnliche Anwendungen sind für manche Kunden ausschlaggebend.<br />
Apple kann deshalb in Sachen Betriebssystem voll seine Erfahrung ausspielen und durch das (befremdliche) Beibehalten der Displayauflösung aus der ersten Generation auch alle bestehenden Apps ohne Änderung durch entwickler auf dem iPad2 anbieten. Die Konkurrenz baut auf eine frische Tablet-Version von Android mit wenig optimieren Apps &#8211; RIM und HP bauen gar eigene Systeme, die nicht offen sind. Ob HPs webOS von der vorherigen Verwendung auf Handys profitieren kann, ist nicht klar.</p>
<p>2011 wird für mobile Rechner das Jahr, dass 2010 hätte werden sollen &#8211; Apple wird das nicht stören. Die Konkurrenz hat für den Markteinstieg alle günstigen Termine verpasst. Inzwischen kann man selbst bei Apple-abgeneigten Nutzern die lauten Überlegungen beobachten, sich das iPad aus Trotz zu kaufen.</p>
<p>Nachvollziehbar. Ich brauch auch bald ein neues Netbook.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Querverweise</h6>
<ul>
<li>Die <a href="http://blackspear.de/2010/01/28/ein-groser-ipod-touch-nichts-weiter/#comment-47" target="_blank">Wette</a>, bei der ich mich ordentlich zugunsten des iPads verschätzt hatte, ist inzwischen beglichen.</li>
<li>Für das <a href="http://blackspear.de/2010/11/28/digital-lesen-2010/" target="_blank">digitale Lesen</a> dürfte das iPad durch neue Leichtigkeit und Dünne bequemer und daher attraktiver werden.</li>
<li>Eine bösere Zusammenfassung zum iPad2 (für die Konkurrenz) findet sich bei <a title="The Macalope Weekly: Say, this iPad thing may really take off" href="http://www.macworld.com/article/158365/2011/03/macalope_this_ipad_thing.html" target="_blank">MacWorld</a>.</li>
</ul>
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		<title>Digital Lesen 2010</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 11:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warnung vorab: Das wird eine Bestandsaufnahme zwecks Orientierungshilfe, die sich kurz mit Lesegeräten und länger mit dem Ökosystem von eBooks befasst. Die Papier-vs-Reader-Diskussion wird von Kathrin Passig hier zu Grabe getragen und meine Haltung drückt dieses Zitat wunderbar aus: Sowieso, Buchdiskussionen! Ich mach dann einfach &#8216;n müdes Gesicht, blätter weiter in meinem E-Book und warte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warnung vorab: Das wird eine Bestandsaufnahme zwecks Orientierungshilfe, die sich kurz mit Lesegeräten und länger mit dem Ökosystem von eBooks befasst. Die Papier-vs-Reader-Diskussion wird von Kathrin Passig <a title="Das Buch als Geldbäumchen  Von Kathrin Passig" href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp201012bde.htm" target="_blank">hier zu Grabe getragen</a> und meine Haltung drückt dieses Zitat wunderbar aus:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/#!/zebramaedchen/statuses/8578867648266240" target="_blank">Sowieso, Buchdiskussionen! Ich mach dann einfach &#8216;n müdes Gesicht, blätter weiter in meinem E-Book und warte die 8 Jahre bis ich recht habe.</a></p></blockquote>
<p>Nachdem die Schmerzgrenze des Textausdruckens zwecks Studium nun endgültig erreicht (und außerdem das Papier alle) war, habe ich mich zum Erwerb eines Lesegerätes hinreißen lassen. Ich bereue nichts. Aber dazu komme ich am Ende; jetzt erstmal der Überblick.</p>
<h2>Technik und Geräte</h2>
<p>Die Lesegeräte (&#8220;eBook-Reader&#8221;) kommen oft mit kontrastreichem Monochrom-Display (aka E Ink) mit langsamer Reaktionszeit und gefühlt revolutionärer Akkulaufzeit. In Zeiten von &#8220;mein Smartphone muss alle 10h ans Ladegerät&#8221; hält mancher eBook-Reader einen Monat durch, weil das Display nur bei Veränderung der Darstellung Strom verbraucht &#8211; etwa beim umblättern. Zudem kann man mit diesen Geräten (meist noch) nur lesen. Eine Hintergrundbeleuchtung gibt es nicht, was das Lesen gegenüber jedem anderen elektronischen Display deutlich angenehmer macht. (Ja, wirklich.)</p>
<p>Damit wären wir bei der Alternative zu Lesegeräten: Tablet-Computer. Diese Geräte haben normale Displays und mehr oder minder alle Möglichkeiten eines Computers &#8211; also auch die, Text-, Buch- oder Bilddateien zum Lesen dar zu stellen (auf die Unterscheidung gehe ich später noch ein) und diese zu verändern. Der Akku hält bei diesen Geräten meist unter 10 Stunden.</p>
<p>Wie es bei elektronischen Geräten guter Ton ist, sind diese beiden Gerätegruppen mit fließenden Grenzen versehen und die vorangehende Darstellung dient dazu, die Pole sichtbar zu machen. Beispielsweise ist der populärste Vertreter der Lesegeräte, Amazons Kindle, ist mit experimentellem Webbrowser, WLAN und optional Mobilfunk ausgestattet<br />
Auf der Seite der Lesegeräte gibt es inzwischen eine brauchbare Auswahl und interessante Spielarten. Bei Tablet-Computern gestaltet sich das ehr traurig: Ernst zu nehmen sind Apples iPad, Samsungs Galaxy Tab und &#8230; sonst ist nichts (ich habe da wohl eine <a href="http://blackspear.de/2010/01/28/ein-groser-ipod-touch-nichts-weiter/#comment-47" target="_blank">Wette verloren</a>). Es gibt für die nächsten vier Monate haufenweise Ankündigungen, die zu mindestens zum Teil auch schon hergestellt werden.</p>
<h2>Bücher und Formate</h2>
<p>Bei Lesegeräten sind die Geräte normalerweise an die Buchshops des Herstellers gebunden und als Konsequenz bevorzugen sie dessen Formate. Vorteil für Tablets: Auf dem iPad kann man sich etwa Amazons Kindle-Store und Apples iBook parallel installieren. Ansonsten liest man einfach mit Programmen, die nicht von einem Buchanbieter kommen.</p>
<p>Formate sind ein Problem. Es gibt einige und keins kann sich behaupten &#8211; unter anderem, weil Vertreiber immer noch auf DRM setzen. Kaum ein Gerät liest alle Formate, kein Gerät versteht alle DRM-Methoden. Niemand will aber Bücher, die er nicht weitergeben kann und über die er keine Kontrolle hat. Wozu führt das? Raubkopien.</p>
<p>Die sind meist im PDF-Format: Das ist ein Problem. Ein PDF-Dokument ist eigentlich ehr ein Bild mit Schreibschutz als ein Textdokument. Und Bilder kann man nur unschön flexibel darstellen -im Gegensatz zu flexibler Formatierung und Schriftgröße für bequemes Lesen.<br />
Mit Sicherheit ist ein PDF kein Buch. Das ist leider nicht bekannt, auch nicht in der Wirtschaft: Das ansonsten vielversprechende <a href="http://paperc.de/" target="_blank">paperc</a> hinkt nicht nur an der Flash-Umsetzung (<a href="http://twitter.com/#!/paper_c/statuses/8546607251324928" target="_blank">hier</a> gelobt man unspezifisch Besserung), sondern auch an der Ausgabe von PDFs. Das ist bei vielen Anbietern auch so. PDF optional wäre schön &#8211; aber nur ergänzend zu echten Buchformaten.</p>
<p>Was also fehlt, ist ein Angebot in DRM-freien Buchformaten.</p>
<h2>Verwaltung</h2>
<p>Hat man sein Bücherregal auf dem Rechner, ist die zuverlässigste Verwaltung ein Ordnersystem nach Geschmack. Das Allein verbrennt aber Vorteile der digitalen Daten: Es braucht eine digitale Bücherverwaltung.</p>
<p>Neben der Möglichkeit, sich auf Shops zu verlassen und die Anbietersoftware zu nutzen (etwa bei Amazon recht bequem), bleibt die Selbstverwaltung. iTunes für Bücher heißt offenbar <a title="calibre" href="http://calibre-ebook.com/" target="_blank">calibre</a> und ist eine passable und mächtige Lösung &#8211; als Sahnehäubchen ist calibre Plattform übergreifend und Open Source. Tags, Buchreihen, Buchdaten, Titelbilder und so weiter und sofort&#8230; vorhanden und online abrufbar. Nett.</p>
<h2>Textgattungen</h2>
<p>Nachdem ich jetzt viel über Bücher geredet habe, fällt vielleicht auf, dass ich eigentlich wissenschaftliche Texte lesen wollte. Das ist kein so trivialer Unterschied: Artikel, Buchausschnitte etc. wollen sorgsam mit Metadaten verbunden sein, die Calibre nicht kennt. Ich habe noch keine elegante Lösung für meinen Nutzungsfall gefunden, auch, wenn ich natürlich trotzdem schon die Texte lesen kann (und hin und wieder über unsaubere Scans fluche).</p>
<p>Hier hat offenbar das iPad die Nase klar vorn: <a title="lihai.de" href="http://lihai.de" target="_blank">René</a> schwärmt mir bei jeder Gelegenheit von <a title="Papers" href="http://mekentosj.com/papers/" target="_blank">Papers</a> vor. Wenn man sich auf Mac festlegt und Open Source nicht vorzieht, mag das sein. Ansonsten bleibt abwarten.</p>
<p>Und es gibt natürlich auch noch farbabhängige Kulturgüter wie Comics und Magazine &#8211; die ließen sich beide gut verwalten, drängen die Entscheidung aber zu Farbdisplays. Also: Tablet, Zwitter (etwa <a title="nook color" href="http://www.barnesandnoble.com/nookcolor/index.asp?cds2Pid=30919" target="_blank">nook color</a>) oder abwarten (etwa auf farbige E Ink-Displays).</p>
<h2>Mein Fall</h2>
<p>Ich habe mir, nach dem das <a title="Archos 101 IT" href="http://www.archos.com/products/ta/archos_101it/index.html" target="_blank">Archos 101 IT</a> grässliche Lieferbedingungen hatte, einen <a title="Kindle 3" href="http://www.amazon.com/Kindle-Wireless-Reader-3G-Wifi-Graphite/dp/B002FQJT3Q/ref=dp_ob_title_def" target="_blank">Kindle 3 3g</a> zugelegt. Das Fehlen von Funktionen eines Tablets macht der Kindle mit minimalem Gewicht, Display, Laufzeit und weltweitem Mobilfunk-Internet weg. Zum Mobilfunknetz und dem Kindle (2) gibt es Grundsätzliches bei René <a title="Dr. Kindle auf der Flucht oder Surfen mit dem Kindle im deutschen Netz. - lihai" href="http://lihai.de/index.php?id=56" target="_blank">zu lesen</a>, (kurz: man sollte in den USA <em>wohnen</em>). Schlechte Scans verderben einem aber manchmal die Laune eher, als das auf einem Tablet der Fall wäre. Das liegt an der inflexibleren Zoom-Funktion und dem verhältnismäßig kleinen Display. Ich kann das Gerät unter diesem Umständen gut weiter empfehlen. Für Viele tut die günstigere Variante ohne Mobilfunknetz es sicher auch.</p>
<p>Und was ist mit Tablets? Vermutlich kaufe ich ergänzend zum Kindle eines, dass meinen Netbook ersetzt. Von Apple wird eher nicht kommen. Aber dazu dann mehr&#8230;</p>
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		<title>Coworking &#8211; HomeOffice war gestern</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 22:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[coworking]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin vor ungefähr einem Jahr auf den Begriff Coworking gestoßen, wobei es sich im Wesentlichen um die zeitgemäße Variante der Bürogemeinschaft handelt. Die wird dabei mit einem Café gekreuzt: Man kann einfach hinein spazieren und Möbel, Internet&#38;WLAN, Strom, Kaffeemaschine  gegen Geld in Anspruch nehmen. Das nennt sich dann Coworking Space &#8211; was an den zweifelsfrei verwandten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin vor ungefähr einem Jahr auf den Begriff Coworking gestoßen, wobei es sich im Wesentlichen um die zeitgemäße Variante der Bürogemeinschaft handelt. Die wird dabei mit einem Café gekreuzt: Man kann einfach hinein spazieren und Möbel, Internet&amp;WLAN, Strom, Kaffeemaschine  gegen Geld in Anspruch nehmen. Das nennt sich dann Coworking Space &#8211; was an den zweifelsfrei verwandten geteilten Hobbyraum unserer Zeit erinnert: den Hackerspace. Da ich ein Soziologie-Seminar zum Anlass genommen habe, mich etwas näher mit dem Thema zu beschäftigen, werde ich es hier aus ein paar Perspektiven angehen.</p>
<p>Der Begriff wurde um 1999 geprägt und findet seid 2005 Verwendung jetzt große Verbreitung. Das liegt wohl am zusammentreffen von wirtschaftlich-gesellschaftlichen Gründen und technischen Entwicklungen. Einige Berufe können ihr Büro heutzutage im Laptop komplett unterbringen. Entsprechend machen laut <a title="Coworking Studie: Die Coworker - Deskmag" href="http://www.deskmag.com/de/studie-coworking-spaces-644" target="_blank">einer ersten Umfrage</a> Programmierer und Webdesigner 42% der Nutzer aus (Achtung: n=50, bisher nur Berliner befragt).</p>
<p>Bleibt die Frage, warum man nicht Zuhause oder im Starbucks sitzt. Schließlich gibt es genug historische Präzedenz für kreative Arbeit in Cafés. Aus der Studie geht eine Antwort hervor: Selbstständige, die kein Büro bezahlen wollen, vermissen Zuhause Gemeinschaft, Austausch und die daraus folgenden kreativen Anstöße. Zudem fehlt bei Heimarbeit oft eine Arbeitsumgebung und -atmosphäre.</p>
<p>Die Umfrage liefert keine großen Überraschungen: 95% der Befragten sind selbstständig und meist zwischen 30 und 40 Jahren alt. Immerhin 40% sind weiblich. Die Befragten wünschen sich am Platz eine Küche, Räume für Kommunikation und Freizeitangebote. Wenn man nicht gleich Stammkunde wird &#8211; was häufig ist &#8211; ist man zwischen drei und sechs Monaten wieder weg.</p>
<p>Inzwischen gibt es auf s<a title="Coworking Map" href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=en&amp;om=1&amp;msa=0&amp;msid=106781626613503194308.00043ae28812f6044bed3&amp;ll=33.578015,-10.019531&amp;spn=105.225749,232.382813&amp;z=3" target="_blank">echs Kontinenten insgesamt über 400 Coworking Spaces</a>, Tendenz steigend. Auch in Deutschland tauchen Spaces außerhalb von Berlin auf. Ein Space braucht dabei meist eine Anlaufzeit, findet sein Publikum aber zumeist &#8211; von selbst laufen sie aber nicht und es gibt durchaus Schließungen. Für kritische Stimmen bleibt die <a title="“Die Wirtschaftlichkeit von Coworking Spaces ist noch unbewiesen” - Deskmag" href="http://www.deskmag.com/de/-die-wirtschaftlichkeit-von-coworking-spaces-ist-noch-unbewiesen-100917" target="_blank">Profitabilität von Coworking Spaces</a> noch zu beweisen.</p>
<p>Mit einer Recherche bieten sich bald Hinweise, warum das Gewinnstreben nicht an erster Stelle steht: Die Eröffner eines Spaces sind in aller Regel Coworker, keine Unternehmer in Pacht und Gastronomie. Der Gemeinschaftsgedanke steht weit oben: Es wird mit Hilfestellungen, Ratgebern und Austauschmöglichkeiten nicht hinterm Berg gehalten. Eine <a title="Cobot" href="https://www.cobot.me/spaces" target="_blank">Software zur Verwaltung von Coworking Spaces</a> gibt es ebenfalls, die gegen tragbare Gebühren genutzt werden kann. Aber auch an anderen stellen wird man auf Coworking aufmerksam: In den USA geben von Strukturwandel stark betroffene Städte Ratgeber zur Gründung und Verwaltung von Coworking Spaces aus (und ich finde leider keine Referenz&#8230;).</p>
<p>Die Gemeinschaft übernimmt bereits <a title="Coworking Wiki" href="http://coworking.pbworks.com/" target="_blank">Dokumentation</a> und bietet Perspektiven: Neben Laufkundschaft (Reisende, Teilzeitbüroarbeiter) gibt es Potentiale für Stammkunden in Großstädten wie Kleinstädten. Betreffende Berufsgruppen gibt es überall: Journalisten, Fotografen, Programmierer, Webdesigner &#8211; die Liste geht weiter und wird mit der Zeit nur länger.</p>
<p>Die Wissenschaft kennt den Begriff offenbar weites gehend noch nicht. Studien gibt es nur als Absichtserklärungen, Verordnungsversuche in wirtschaftliche oder gesellschaftliche Veränderungen sind nicht zu finden. Gerade im Kontext von Strukturwandel, Wirtschaftskrisenleier, Ich-AG, Digitalnomaden und Wissensgesellschaft gäbe es genug zu untersuchen.</p>
<p>In Toronto hat sich eine Vereinigung namens <em><a title="Centre for Social Innovation" href="http://socialinnovation.ca" target="_blank">Centre for Social Innovation</a></em> gegründet, die sich neben dem Betreiben eines Spaces wohl auch der Entwicklung von Konzepten verschrieben hat. Die Vorgestellte <a title="Theory of Change - Centre of Social Innovation" href="http://socialinnovation.ca/about/theory-of-change" target="_blank"><em>Theory of Change</em></a> hat mich ehr skeptisch gestimmt, zumal sie sich wohl auf &#8220;wenn man einen durchgeplanten Ort  zur Verfügung stellt und eine Gemeinschaft gelenkt etabliert, passiert Innovation&#8221; eindampfen lässt &#8211; inklusive Pyramiden-Modell. Das ist vermutlich nicht falsch, erklärt aber wenig und dass nur in kleinem Rahmen. Auch klingt es wenig neu. Die Vernetzung des CSI lässt aber auf Kommendes hoffen.</p>
<p>Deutsche Coworking-Spaces finden sich übrigens auf <a href="http://coworking.de/">coworking.de</a> und eine Weltkarte findet sich bei <a title="Coworking Map" href="http://maps.google.com/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=en&amp;msa=0&amp;msid=106781626613503194308.00043ae28812f6044bed3&amp;om=1&amp;ll=41.640078,-98.525391&amp;spn=53.82412,117.949219&amp;z=4" target="_blank">Google Maps</a>.</p>
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		<title>Reiselust: Böll-Soirée, Freiheit statt Angst, Trendtag</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 15:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich ja immer noch nicht so recht raus habe, wann ich was hier reinschreiben soll, drängt sich das Veranstaltungs-Trio im Titel geradezu auf. Der Vollständigkeit halber: Nach der FSA gab es noch ein nicht unerhebliches Ereignis, aber dazu mehr, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Die Freiheit statt Angst-Demo und besagter vierter Zweck fielen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich ja immer noch nicht so recht raus habe, wann ich was hier reinschreiben soll, drängt sich das Veranstaltungs-Trio im Titel geradezu auf. Der Vollständigkeit halber: Nach der FSA gab es noch ein nicht unerhebliches Ereignis, aber dazu mehr, wenn alles in trockenen Tüchern ist.</p>
<p>Die <a title="Freiheit statt Angst" href="http://www.freiheitstattangst.de" target="_blank">Freiheit statt Angst</a>-Demo und besagter vierter Zweck fielen in Zeit und Ort zusammen, während die Soirée der Böll-Stiftung sich am Freitag davor platzierte und meiner Aufmerksamkeit erst zufiel, als ich meine Reisepläne dafür noch ändern musste. Aber das tut man ja gerne, gerade vor dem Hintergrund, gerade einen Stapel Papier mit Zweck einer Stipendienbewerbung an eben jene Stiftung gesandt zu haben (Eingang wurde inzwischen bestätigt).</p>
<h3>Netzpolitische Soirée der Böll-Stiftung</h3>
<p>Die Soirée <a title="Freiheit und Überwachung in der digitalen Welt" href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/netzpolitik/dok/353/353300.freiheit_und_ueberwachung_in_der_digital.html" target="_blank">Freiheit und Überwachung in der digitalen Welt</a><strong> </strong>begann mit der allgemein geteilten Verwunderung von Frau Künast über die Verwendung des Wortes &#8220;Soirée&#8221; und  war definitiv ein lohnenswertes Ereignis. Frau Künast, Thilo Weichert und Konstantin von Notz haben mit <a title="Buzzmachine by Jeff Jarvis" href="http://www.buzzmachine.com/" target="_blank">Jeff Jarvis</a> als Publikumsmagnet über Netzpolitik diskutiert (also heutzutage fast nur Google Streetview, offenbar gibt es nichts wichtigeres). Es war insgesamt gut besucht und die Netzpromi-Szene war versammelt &#8211; sehr zu Gunsten meines Gemüts haben sich der Protonerd und der rote Iro eines Kommentars enthalten. Dafür haben <a title="Jens Best auf Twitter" href="http://twitter.com/jensbest" target="_blank">Jens Best</a> (der Lebensmüde, der Streetview öffentlich gut findet) und <a title="http://twitter.com/sebaso" href="http://twitter.com/sebaso" target="_blank">Sebastian Sooth</a> sehr gute Beiträge geleistet und Fragen gestellt, die zumeist von den Politikern nicht verstanden wurden. Hier konnte Konstantin von Notz leider nicht ausreichend vermitteln oder übersetzen. Jeff Jarvis hat weitestgehend geglänzt, Frau Künast hat mich leicht positiv überrascht (twitternde Anwesende offenbar weniger) und Thilo Weichert hat sich in eine Sackgasse gesteuert, ohne viel zu merken.<br />
Revolutionäre Erkenntnisse oder Neues gab es aus meiner Sicht nicht (ich lasse mich da gern korrigieren).<br />
Ich teile die öfter gelesene  Meinung, dass die Grünen durch Ausrichtung des Soirées Willen zeigen, Netzpolitik zu betreiben. Mit der Soirée sollte jetzt etabliert sein, dass Datenschutz nicht das einzige Thema in der deutschen Netzpolitik sein kann, sondern öffentliche Daten ein Vorgeschmack auf noch kommende Themen sind, die das Feld erweitern.<br />
Es war übrigens auch sehr nett, <a title="pudo.org - Friedrich Lindenberg" href="http://pudo.org/" target="_blank">Friedrich Lindenberg</a> (Stichwort OpenData) und Simon Bierwald (Stichwort <a title="12rec" href="http://www.12rec.net/">netlabel</a>, <a title="INDEED - Simon Bierwald on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/indeed/" target="_blank">Fotograf</a>) dort zu treffen, ebenso <a title="Rya - Piratenwiki" href="http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Rya" target="_blank">Birgit</a> von den NRW-Piraten. Fotos gibts <a title="Netzpolitisches Soirée Böll-Stiftung auf Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/whitestar/tags/boell/" target="_blank">hier</a>.</p>
<h3>Freiheit statt Angst</h3>
<p>Kleiner Zeitsprung: Ich komme Freitag in Berlin an, melde mich telefonisch bei meiner im FSA-Wiki gefundenen Schlafgelegenheit (danke nochmal an Nico!) und wir verabreden uns zwecks Absprache &#8220;im Büro&#8221;. Eine halbe Stunde später stehe ich etwas verwundert im Demo-Büro der Freiheit statt Angst und ein paar Minuten später taucht <a title="Padeluun" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Padeluun" target="_blank">Padeluun</a> auf. Okay. So fix ist man in Berlin im Geschehen.<br />
Aber zurück zur Demo. Nach einem Frühstück und Spaziergang durch Kreuzberg bin ich recht früh am Potsdamer Platz gewesen, hab ein  paar Fotos von den Vorbereitungen gemacht und bin anschließend nach kurzem Abstecher zur TU Berlin vor Demoanfang rechtzeitig gekommen, um die Thüringer Piraten zu finden und anschließend kurz Jens Best zu treffen. Alles weitere sieht man dann auf den Fotos.<br />
Zu bemerken wäre noch, dass man mit den JuSos Mitleid haben musste: Vier JuSos begleiteten ihren Lautsprecherwagen, der ansonsten von Technikpersonal begleitet wurde. Die Grünen und die FDP betreiben zwar auch Politik, die ihre Teilnahme an der Demo lächerlich erscheinen lässt, sie waren aber wenigstens merkbar anwesend (die Grünen sogar mit Abgeordneten). Aber von der eigenen Seite so stehen gelassen zu werden, während einem die Piraten hinterherlaufen&#8230; <a title="JuSos auf der FSA" href="http://www.flickr.com/photos/whitestar/4983878663/" target="_blank">bitter</a>.<br />
Selbige waren natürlich am Stärksten vertreten. Mehrere Wagen und die Jungen Piraten nochmal mit eigenem Wagen. Schön gemacht. Die Grünen waren der nächst größere Block. Der CCC bekommt wohl den Preis für die beste Musik am Wagen und der Foebud hat am Schönsten gebastelt. Kann man sich <a title="Freiheit statt Angst Fotos" href="http://www.flickr.com/photos/whitestar/tags/fsa10/" target="_blank">hier</a> ansehen.<br />
Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung, leider weniger gut besucht als letztes Jahr. <a title="Zusammenfassung Freiheit statt Angst" href="http://blog.freiheitstattangst.de/2010/09/das-war-fsa10-2/" target="_blank">Hier</a> gibts die Zusammenfassung der Veranstalter.</p>
<p>Ich bin endlich mal in die C-Base gekommen (da waren auch die <a title="Piratenpartei Freiburg" href="http://www.piraten-freiburg.de/" target="_blank">Freiburger Piraten</a> und andere Bekannte) und habs mir nicht nehmen lassen, das Paul-Löbe-Haus nochmal von Innen zu begutachten. Die &#8220;Sprechstunde&#8221; der Enquette für Internet in der Gesellschaft (EIDG) war allerdings wenig erhellend und für Diskussionen war wenig Zeit. Der Berlin-Besuch endete traditionell mit einer Erkältung.</p>
<h3>15. Deutscher Trendtag</h3>
<p>Die Erkältung bin ich so gerade eben noch losgeworden, bevor es früh am Mittwoch nach Hamburg zum Trendtag ging. Studenten haben dankbarer Weise mit der FH Nordhausen einen ermäßigten Eintritt und günstige Beförderung organisiert, allerdings musste alles an einem Tag stattfinden, weshalb Cory Doctorows Lesung samt Afterparty für mich flach fiel. Dabei war das vermutlich neben den Vorträgen von Douglas Rushkoff und Manuel Castells das Tageshighlight.</p>
<p>Mangels Hintergrund der Welt von Trendforschung  und Marketing hatte ich mir die Veranstaltung als eine Horrorszenerie ausgemalt, wo schick gekleidete Leute in teurem Ambiente leere Anglizismen und sonstige Worthülsen um sich werfen. Das war nicht ganz falsch: Alle vorgestellten Konzepte waren nicht neu, wurden aber unter dem Oberbegriff Flow.Control. (die Punkte sollen wohl so) gesammelt und enthielten Bekanntes aus Organisationsenwicklung und Systemtheorie. Das  hat viele Gäste offensichtlich begeistert. Eine Veranstaltung für Studierende und Wissenschaftler war es eben nicht. Oder es liegt an meinem Alter &#8211; Schnitt war ehr 45+ als 30. Vielleicht begreift man in meinem Alter schon vieles als selbstverständlich, was anderen eine neue Denkweise ist. Ähnliche Gedanken wurden auch angeschnitten&#8230; Aber den Trend, Jüngeren zuzuhören, gibt es schließlich nicht.</p>
<p>Horror wäre jedenfalls zu weit gegriffen, auch wenn Herr von Hirschausens Kalauer teilweise schwer zu ertragen waren.<br />
Jimmy Wales war auch da und hat den tausendsten Preis bekommen, dafür, dass er irgendwie doch an Wikipedia beteiligt war/ist, oder so. Nico Lumma hat <a title="FLOW.CONTROL.TRENDTAG. - Nico Lumma" href="http://lumma.de/2010/09/15/flow-control-trendtag/" target="_blank">hier</a> nochmal eine Zusammenfassung geschrieben. Meine Fotos gibts <a title="Fotos zum Trendtag" href="http://www.flickr.com/photos/whitestar/tags/trendtag/">hier</a>.</p>
<p>Trotz noblem Privathochschul-Ambiente gestaltete sich die Bereitstellung des angekündigten WLANs und der Anschluss eines Macs an den Projektor offenbar als unüberwindbare Hürde und es war überraschend eng. Das mag jetzt kleinlich wirken, aber in dem pompösen Rahmen ists eben doch bemerkenswert. Wer von Trends redet und an etablierten Technologien scheitert, wirkt wenig glaubwürdig. Dafür gabs ein paar Tesla Roadstars zu bestaunen und trauige Gegenstücke anderer Hersteller zu bemitleiden.</p>
<p>Und nun kehrt wieder ein ruhiges Studiensemester fernab großstädtlicher Events in Nordhausen ein&#8230;</p>
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		<title>Der Fall und Stand des guten Gewissens</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 10:01:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Tauss]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[piratenpartei]]></category>
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		<description><![CDATA[Man bringt sich hin und wieder in die Lage, zu etwas Stellung nehmen zu müssen. Im Falle der Piratenpartei weiss jetzt jeder, dass ich von Jörg Tauss rede. Dieser Umstand ist aber vielleicht ein guter, weil ich sowieso darüber nachdenken möchte. Dazu sollte man zunächst sagen, dass ich mit mir zu keiner Zeit nicht im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man bringt sich hin und wieder in die Lage, zu etwas Stellung nehmen zu müssen. Im Falle der Piratenpartei weiss jetzt jeder, dass ich von Jörg Tauss rede. Dieser Umstand ist aber vielleicht ein guter, weil ich sowieso darüber nachdenken möchte. Dazu sollte man zunächst sagen, dass ich mit mir zu keiner Zeit nicht im Reinen mit den Ereignissen seit Beginn des Wahlkampfes war und das auch im Hinterkopf behalten, wenn man den folgenden Text liest. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass ich hier nicht mit Prozessbeobachtungen und Analysen zum Fall und Prozess langweilen werde, die anderswo besser dokumentiert wurden als ich das könnte. Hier geht es um mein Erleben, meine Haltung und meine Schlüsse zu dem Fall und zum Menschen Jörg Tauss. Und generelle Positionen und Haltungen, die ich im Zusammenhang erwarte.</p>
<p>Zunächst sollten wir meine Verbindungen zu Jörg Tauss klären, was schnell erledigt ist: Wir sind Mitlieder (genauer: waren Mitglieder) der gleichen Partei. Ich bin Jörg Tauss bei zwei Gelegenheiten begegnet; zum ersten Mal bei der von ihm als Abgeordneten organisierten politischen Bildungsreise nach Berlin (<a title="BerlinFahrt Für Politisch Interessierte 2009" href="http://www.flickr.com/photos/whitestar/tags/bffpi09/" target="_blank">diverse Fotos</a>) und zum zweiten bei einem Piratenpartei-Barcamp in Dortmund (<a title="piratecamp Dortmund" href="http://www.flickr.com/photos/whitestar/tags/piratecamp/" target="_blank">erstes Foto</a>). Das wars in etwa. Ich habe mich nicht lange oder tiefgreifend mit ihm unterhalten. Zu meinem Eindruck kommen wir später.</p>
<p>Von Jörg Tauss habe ich schon vor der Sache gehört, eher am Rande vor ein paar Jahren und dann während des Aufkommens eines Sicherheits- und Kontrollwahns von Herrn Schäuble und Frau von der Leyen, weil er als Politiker seine seltene, vernünftige Meinung zu diesen Themen lautstark vertrat. Meine Wahrnehmung am Rande änderte sich im Wahlkampf 2009 mit der Hausdurchsuchung , dem medialen Verriss des Menschen und der, milde gesagt, traurigen Reaktion der SPD. Ich hatte den Eindruck, dass dem Menschen Unrecht widerfährt, ungeachtet ob und eben gerade wegen dem Vorwurf und in voller Missachtung der gültigen Unschuldsvermutung.<br />
Trotzdem hatte ich zum Parteieintritt zugegebenermaßen gemischte Gefühle. Der Effekt war ein Erdbeben; mit der gewonnenen Bekanntheit kam die Notwendigkeit, Stellung zu beziehen, diskussions- und informationsfest zu sein. Man war nun nicht mehr aus der weltfremden Internet-Spinnerpartei, sondern aus der weltfremden Internet-Spinnerpartei mit dem schwulen, pädophilen Kinderschänder. Das hat einem das Leben im Wahlkampf nicht leichter gemacht.<br />
Trotzdem war ich auch froh über den Parteieintritt. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob es keine schlechte PR gibt. Mir drängte sich aber der Gedanke auf, dass der Mensch, der ein vorweisbares Engagement und Fachwissen in der Netzpolitik, Medienpolitik, Bildungs- und Forschungspolitik von 16 Jahren Erfahrung als Mitglied des Bundestages hat, nicht die kleinste Bereicherung für die Partei wäre.</p>
<p>Einschub einiger Fakten:<br />
Jörg Tauss hat kinderpornografisches Material beschafft, besessen und dies von Anfang an zugegeben. Er gibt als Grund hierfür die Recherche für seine Arbeit im Bundestag an. Er hat nachweislich auf diesem Gebiet bereits gearbeitet. Er hat sich nicht rückversichert, das Material nicht entsprechend gekennzeichnet oder gelagert und niemanden über diese Recherche informiert.<br />
<span style="font-size: 13.3333px; ">Es gibt zu diesem Zeitpunkt ein nicht rechtskräftiges Urteil, das sagt, dass sich Jörg Tauss kinderpornografisches Matierial beschafft hat und dies nicht hätte tun dürfen; auch nicht aus den von ihm angegebenen Recherchezwecken in seiner Funktion als Fachpolitiker im Bundestag. Jörg Tauss ist vor diesem Hintergrund aus der Piratenpartei ausgetreten.</span></p>
<p><span style="font-size: 13.3333px; ">An dieser Stelle bleibt für mich nun festzustellen, dass ich nicht beurteilen kann, warum Jörg Tauss gehandelt hat, wie er es getan hat. Man kann durch die Charakterbeschreibungen und nachlesbaren Hintergründe durchaus plausibel ein Bild malen, in dem Jörg Tauss arglos und naiv das Richtige tun zu glaubt, während er gehandelt hat, wie und warum er es angibt. Man kann auch davon ausgehen, dass nur Vorwände benutzt werden, um einer Strafe zu entgehen. Aber Beurteilen kann es tatsächlich niemand &#8211; wir können nicht in Köpfe sehen, nur eine Annäherung an die Wahrheit ist möglich. Die abschließende Beurteilung ist Aufgabe des Gerichts.<br />
</span><span style="font-size: 13.3333px; ">Ich kann nicht nachvollziehen, in wie fern dieses Urteil gerechtfertigt ist. Mir fehlt Fachwissen, Informationen und Überblick. Ich kann nur feststellen, dass meinem Empfinden nach ein Rechtsfrieden nicht hergestellt wurde, dass ich eine Sympathie empfinde und dem Menschen Jörg Tauss alles Gute wünsche, was auch immer das tatsächlich bedeutet. Eine Revision wäre allein schon zur Klärung der offen gebliebenen Fragen zu zweifelhaften Methoden der Staatsanwaltschaft mit den Medien und den Rechten eines Bundestagsmitglieds wünschenswert.</span></p>
<p>Zurück zu den Fakten.<br />
Mit dem Eintritt in eine Partei, speziell die Piratenpartei, bindet man sich an gewisse Spielregeln. Zunächst an das Gesetz. Für jeden Menschen gilt die Unschuldsvermutung, bis Schuld festgestellt wurde (also ein abschließendes, rechtskräftiges Urteil ergeht). Bis dahin darf dieser Mensch alle ihm gegebenen Rechte ausüben. Entsprechend darf ein Mensch unter diesem Umstand in die Piratenpartei eintreten und dies ist ihm nicht zu verwehren. Alle Rechte als Parteimitglied sind zu gewähren. Und damit ist das Thema erledigt.<br />
Des Weiteren bindet man sich an die Spielregeln des Rechtsstaates: Ein rechtskräftiges Urteil wird anerkannt. Mit dem Eintritt in die Piratenpartei bindet man sich daran, im System zu arbeiten und hat es anzuerkennen. Dies ist nicht optional. Dafür steht die Partei.</p>
<p>Die Integrität, die die Piratenpartei im Umgang mit Jörg Tauss bewiesen hat, wird nicht nur durch Wahlergebnisse bestätigt, sondern festigt mich in dem Entschluss, trotz der chaotischen, jungen Struktur, trotz Querulanten und Uneinigkeit, trotz den in diesem Wachstumsstadium erwartbaren und doch nicht weniger belastenden Problemen in dieser Partei für die Ziele, unter denen sie sich zusammengefunden hat, zu arbeiten. Es wurden die unbequemen und schwere, aber richtigen Entscheidungen getroffen. An dieser Stelle kann sich die Piratenpartei getrost auf die Schulter klopfen, das Haupt heben und auf etwas verweisen, was keine andere Partei in letzer Zeit geschafft hat.</p>
<p>Dass Jörg Tauss aus der Partei nun austritt, ist kaum vermeidbar und zeugt von der Rücksicht, dem Problembewusstsein und der Dankbarkeit, die er der Partei entgegengebracht hat. Dieser Entschluss verdient Respekt, weil er aus freien Stücken kommt und nicht etwa durch eine Parteisatzung unumgänglich wäre. Wut, Trauer, Häme sind hier fehl am Platz. Davon auszugehen, wir würden einen Streiter für die Sache verlieren, weil Jörg Tauss aus der Partei austritt, sollte durch eine kurze Recherche der Person ausgeräumt werden. Davon auszugehen, man müsse nun nachtreten, demonstriert ein unwürdiges Verhalten und ein Unverständnis des Leides, das dem Menschen in aller Öffentlichkeit zuteil wurde; ungeachtet seiner Taten. Man kann hier nichts tun, außer die eigene Unzulänglichkeit bei der Beurteilung anzuerkennen und die Ungereimtheiten des Urteils den Beteiligten zur Klärung zu überlassen.</p>
<p>Die Partei selbst hat zahlreiche Baustellen, um die es sich weiter und überhaupt einmal zu kümmern gilt. Es bleibt Grund zur Zuversicht, denn neben einem faden &#8220;wir haben viel geschafft&#8221; bleibt ein viel aussagekräftigeres &#8220;wir haben ein gutes Gewissen. Wir haben uns nichts vorzuwerfen und demonstriert, dass wir den Rechtsstaat auf eine Weise achten, wie es in der Parteienlandschaft beispiellos ist. Wir haben Durchaltevermögen und Integrität bewiesen, und das ist ein Qualitätsmerkmal, das mehr über uns sagt und uns auf lange Sicht weiter bringt als jedwede Form von Populismus aus Angst vor Presse und Öffentlichkeit.</p>
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		<title>Innovation am Beispiel Apple</title>
		<link>http://blackspear.de/2010/05/03/innovation-am-beispiel-apple/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der vorletzte Artikel drehte sich um eine Ausprägung des Netz-Lieblingsthemas Apple &#8211; interessanterweise kam dabei ein Argument in der Diskussion auf, das viele Streitpunkte auf das Thema Innovation zurück führte. Ich möchte deshalb die wirtschaftliche Seite und den visionären Aspekt von Innovationen am Beispiel Apple betrachten. Wem das Wort &#8220;Innovation&#8221; durch die inflationäre Nutzung so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a title="blackspear.de - Ein großer iPod touch, nichts weiter" href="http://blackspear.de/2010/01/28/ein-groser-ipod-touch-nichts-weiter/" target="_blank">vorletzte Artikel</a> drehte sich um eine Ausprägung des Netz-Lieblingsthemas Apple &#8211; interessanterweise kam dabei ein Argument in der Diskussion auf, das viele Streitpunkte auf das Thema Innovation zurück führte. Ich möchte deshalb die wirtschaftliche Seite und den visionären Aspekt von Innovationen am Beispiel Apple betrachten.</p>
<p>Wem das Wort &#8220;<a title="Wikipedia - Innovation" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Innovation" target="_blank">Innovation</a>&#8221; durch die inflationäre Nutzung so weich gekaut wurde wie mir, braucht erst eine Basis, um es wieder sinnvoll einsetzen zu können:<br />
Eine Definition von Innovation geht auf Joseph Alois Schumpeters <a title="Wikipedia -Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_wirtschaftlichen_Entwicklung" target="_blank">Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung</a> zurück und sagt lose, dass sich ein Unternehmer dadurch ausmacht, dass er am Markt neue Kombinationen durchsetzt. Das Durchsetzen ist von Bedeutung; eine Innovation, die sich nicht durchsetzt, ist entsprechend wenig ertragreich.</p>
<p>Innovationen durchzusetzen, anstatt eine iterative Entwicklung der Waren zu setzen und &#8220;Dienst nach Vorschrift&#8221; zu machen, ist aufgrund der Monopolrente interessant: Als alleiniger Anbieter einer Innovation kann man den Preis für diese zu einem gewissen Grad bestimmen, bis die Konkurrenz aufholt.</p>
<p>Die IT-Branche bietet eine gute Auswahl an Beispielen: Kaum ein Produkt, dass sich durchsetzt, war wirklich das erste seiner Art. Wo etwas erfunden wird, wird es noch lange nicht erfolgreich vermarktet. Die <a title="Wikipedia - Grafische Benutzeroberfläche" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grafische_Benutzeroberfl%C3%A4che" target="_blank">grafische Benutzeroberfläche</a> ist ein populäres Beispiel: Erfunden bei Xerox, auf dem Markt eingeführt von Apple, größter Gewinner war Microsoft. Erfinden, Erkennen, Durchsetzen.</p>
<p>Was gerade mit dem iPad passiert, ist eine größere Innovation bei dem Versuch ihrer Durchsetzung: Die Fingerbedienung wird von ihrem gewohnten Telefon-Umfeld, wo die Grenze zwischen Tastatur und Bildschirm auch räumlich klein war, auf alltägliche Computerbedienung übertragen. Der Weg des iPads ist dabei keineswegs kurz: PDAs (z.B. Apples eigener Newton) sind die direkten Vorfahren und Tablet-Computer versuchen sich seit Jahren an einem Durchbruch. Der Slate-Formfaktor ohne Tastatur krankte bisher vor allem an Apples zentralen Vorteil beim iPad: Der Software, genauer: der fingerfreundlichen Benutzeroberfläche.</p>
<p>Für Bildschirme mit Papierblatt-Größe wurde bisher keine spezielle Software entwickelt; ein Windows mit ein paar Stifteingabe-Programmen musste reichen. Microsoft krebst an dieser Hürde: Windows 7 wird für Tablet-Computer beworben, kann aber kaum in nützlicher Weise mit Fingern bedient werden. Man muss anerkennen, dass die Stifteingabe gut gelöst ist &#8211; aber das System lässt sich mit einem Stift auch nicht befriedigend bedienen. Googles Android-System ist auf Telefonen bald auf dem Niveau der Apple-Software &#8211; auf Tablets dominieren Zweckumbauten der Hardware-Hersteller. Palm wurde gerade von HP gekauft &#8211; damit steht dem WebOS vielleicht (und hoffentlich!) eine Zukunft auf Tablet-PCs bevor, aber bis dahin braucht es noch Zeit.</p>
<p>Apple liegt also in Sachen Technologie weit vorne. Es hat auch die Ressourcen und die Tradition, eine Innovation am Markt durchzusetzen. Angefangen hat das mit dem persönlichen Computer, dann dem iPod, dem iPhone und nun vielleicht dem iPad. Bei Apple bleibt natürlich auch einiges auf der Strecke, etwa der Newton und der AppleTV &#8211; wobei letzterer vielleicht noch nicht ganz tot ist.</p>
<p>Es gibt nun zwei Faktoren, die meiner Ansicht nach die Durchsetzung dieser neuen Kombination gefährden: Erstens wäre da der traditionelle Apple-Aufschlag (aka Feenstaubsteuer) und zweitens die neuere Plage der Computerwelt: ein geschlossenes und kontrolliertes Ökosystem für Anwendungen (aka Appstore).<br />
Die Entscheidungen sind diese:</p>
<ul>
<li>günstiger Einführungspreis und entsprechend schnellerr und breitere Marktabdeckung oder größere Monopolrente und diverse psychologische Effekte</li>
<li>kontrollierbare und regulierbare Entwickler, Angebot und Qualität der Leistungen oder freiere Entwicklung, mehr Angebot und nicht kontrollierbare Qualität der Leistungen</li>
</ul>
<p>Betrachtet man den Erfolg von iPod und iPhone, kann man beide Entscheidungen problemlos so rechtfertigen, wie Apple sie getroffen hat. Der hohe Einführungspreis ist bei der inzwischen großen Apple-Kundschaft schon akzeptiert und das geschlossene System hat sich beim iPhone bewährt. Mit der Kontrolle des Werbemarktes auf iPhone und iPad, die jetzt ansteht, wird es sich für Apple um so mehr lohnen. Das Cross-Selling zwischen Apples Produktkategorien (iPod, iBook, iPhone, iAlles&#8230;) hat bisher funktioniert.</p>
<p>Das <a title="blackspear.de - Ein großer iPod touch, nichts weiter" href="http://blackspear.de/2010/01/28/ein-groser-ipod-touch-nichts-weiter/" target="_blank">iPad</a> ist seit einem Monat auf dem amerikanischen Markt erhältlich und Apple rühmt sich in den USA heute mit einem <a title="Engadget - Apple sells 1,000,000 iPads in revolution's first month" href="http://www.engadget.com/2010/05/03/apple-sells-1-000-000-ipads-in-revolutions-first-month" target="_blank">Absatz von über 1 000 000 Geräten</a> &#8211; für ein paar Wochen Verkauf von einem Gerät, das kein anderes wirklich ersetzt, eine sehr respektable Verkaufsmenge.</p>
<p>Eine Konkurrenz zeichnet kaum ab &#8211; WePad hier, JooJoo da. Aus dem Android-Lager kommen derzeit die meisten Konkurrenten &#8211; und hier in Form von wenig fähigen $200-Geräten. Die ernst zunehmende Konkurrenz, Tablets mit Tegra2-Chipsatz, lassen trotz lauter Ankündigung auf sich warten.</p>
<p>Der Erfolg des iPads wird sich also so schnell nichts in den Weg stellen. Kunden, die mit einem geschlossenen System nicht leben wollen, werden es sich &#8211; wie beim iPhone &#8211; bequem <em>freischalten </em>und indirekt von Apple dadurch der Nutzung von Raubkopien und der Blockierung der Apple-vertriebenen Werbung näher gebracht.</p>
<p>Apple kann man also zu zwei Gelegenheiten gratulieren:<br />
Zeitnah: Weil das iPad ein wirtschaftlicher und den Markt beeinflussender Erfolg wird &#8211; den Markt beherrschend ist mir noch zu weit gegriffen.<br />
Langfristig und wichtiger: Apple hat offenbar eine Strategie und eine Vision entwickelt, den Computer immer weiter der Umgebung der Menschen und ihnen selbst anzupassen &#8211; und die dabei entstehenden Innovationen am Markt durchzusetzen.</p>
<p>Auch, wenn sie nur ein großer iPod touch sind.</p>
<p><span id="more-90"></span>Nachgetragenes</p>
<ul>
<li>Weils gerade passt: Engadget &#8211; &#8220;<a title="Engadget - /Samsung's Android-powered S-Pad tablet with 7-inch Super AMOLED in August?" href="http://www.engadget.com/2010/05/04/samsungs-android-powered-s-pad-tablet-with-7-inch-super-amoled/" target="_blank">Know whats hot like 2001? Tablet computers.</a>&#8220;</li>
</ul>
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		<title>Benchmarking</title>
		<link>http://blackspear.de/2010/03/29/benchmarking/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 19:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[BWL/VWL]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[benchmarking]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zuge meines M.A.-Studiums Innovations- und Change-Management könnte es hier auf absehbare Zeit etwas VWL/BWL-lastig werden. Ich habe vor, diverse Studieninhalte hier zu verwerten &#8211; quasi als Schnupperstunde in mein Studium. Wenn möglich, sollen auch Bezüge zu anderen Blog-Themen hergestellt werden. Und los gehts: Benchmarking wird beschrieben als eine methodische und systematische Analyse zum Zweck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge meines M.A.-Studiums Innovations- und Change-Management könnte es hier auf absehbare Zeit etwas VWL/BWL-lastig werden. Ich habe vor, diverse Studieninhalte hier zu verwerten &#8211; quasi als Schnupperstunde in mein Studium. Wenn möglich, sollen auch Bezüge zu anderen Blog-Themen hergestellt werden. Und los gehts:</p>
<p><strong>Benchmarking </strong>wird beschrieben als eine methodische und systematische Analyse zum Zweck eines Vergleiches von Prozessen, Strategien und Produkten innerhalb einer oder zwischen verschiedenen Organisationen. Ziel des Vergleichs ist das Ermitteln des besten Beispiels (&#8220;best practice&#8221;) und dessen Adaption. Ein Benchmark ist dabei ein Referenzpunkt &#8211; der Begriff wird gerne auf die Markierung an der Werkbank zurückgeführt.</p>
<p>In der <strong>Entwicklung des Benchmarkings</strong> gibt es grob drei Phasen:<br />
Anfang des 20. Jahrhunderts hat Henry Ford die Idee der Fließbandproduktion von einer Großschlachterei auf die Automobilfertigung übertragen, um die 50ger bis 70ger Jahre wurde der Begriff dann in verschiedenen Disziplinen verwendet &#8211; unter anderem auch in dem heute geläufigen Gebrauch bei dem Vergleich von Computerleistungen. Xerox führte 1979 Benchmarking als Managementkonzept ein und begründet damit die heute geläufige Bedeutung des Begriffs.</p>
<p>Inwischen gibt es nationale und internationale Organisationen, die Benchmarking bewerben, verbreiten und Benchmarking-Partner vermitteln. In Deutschland ist eine Anlaufstelle das <a title="Deutsches Benchmarking-Zentrum" href="http://www.benchmarkingforum.de/" target="_blank">Deutsche Benchmarking-Zentrum</a> und international das <a title="GBN" href="http://www.globalbenchmarking.org/" target="_blank">Global Benchmarking Network</a>.</p>
<p><strong>Unterscheidungen<span style="font-weight: normal;"> gibt es bei </span></strong><span style="font-size: 13px;">Bench</span><span style="font-weight: normal; font-size: 13px;">markings nach, Ursprung der Daten und dem Gegenstand des Vergleichs.<br />
Daten können aus dem eigenen Unternehmen kommen (<em>Internes Benchmarking</em>) oder von einem fremden (<em>Externes Benchmarking</em>). Internes Benchmarking hat den Vorteil, dass die Risiken gering ausfallen: möglicherweise sensible Daten verlassen das Unternehmen nicht. Der Nachteil ist, dass auch der mögliche Erkenntnisgewinn stark eingeschränkt ist: bei einem Externen Benchmarking sieht man über den Tellerrand und vergleicht sich mit branchenfremden Organisationen (<em>Branchenunabhängiges Benchmarkin</em>g), den direkten Mitbewerbern (<em>Konkurrenzbezogenes Benchmarking</em>) oder einer Branche (<em>Branchenbezogenes Benchmarking</em>).</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: normal; font-size: 13px;">Hier wird immer Risiko gegen nutzen aufgewogen &#8211; der Kompromiss des Branchenunabhängigen Benchmarkings ist, dass zwar der direkten Konkurrenz kein Einblick in das Unternehmen gegeben wird, aber trotzdem der Erkenntnisgewinn eines Vergleichs mit andere Organisationen ermöglicht wird.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal; font-size: 13px;">Nach dem Vergleichsgegenstand ergeben sich folgende Unterscheidungen: <em>Produkt-Benchmarking</em>, <em>Prozess-Benchmarking</em>, <em>Strategisches Benchmarking</em>. Ein Beispiel für Produkt-Benchmarking wäre Reverse Engineering &#8211; das Sezieren und der Nachbau des Konkurrenzproduktes zum Vergleich des Aufbaus und der Komponenten mit dem eigenen Produkt. Prozess-Benchmarking und Strategisches Benchmarking sind abstrakte Kategorien;  Strategien und Prozesse in Organisationen sind nicht leicht zu beschreiben und zu erfassen &#8211; das Übertragen und die Schaffung von Vergleichbarkeit erfordern Aufwand.</span></p>
<p>Als <strong>Beispiel zur Abgrenzung</strong> soll der <em>Betriebsvergleich </em>dienen: Der Betriebsvergleich ist unsystematisch und intuitiv, beruht auf Sekundärquellen und verfügt (auch daher) über einen geringen Grad an nutzbaren Details. Er ist beschränkt auf Rechnungswesen, Bilanz und eingesetzte Technik sowie auf gesamte Unternehmen &#8211; ein Vergleich Prozessen ist nicht möglich.</p>
<p>Die <strong>Probleme </strong>des Benchmarking sind vielfältig: Zunächst kosten gründliche Analysen nicht nur viel Geld, sondern gegebenenfalls auch Arbeitszeit betriebseigener Experten, weil Prozesse schwer vergleichbar sind und daher Experten für die Analyse benötigt werden. Bei vielen Arten des Benchmarkings ist ein Austausch von sensiblen Daten notwendig &#8211; selbst innerbetrieblich sind zwischen Abteilungen oft Barrieren vorhanden, die eine Durchführung erschweren. Eine Atmosphäre des Vertrauens und eine Unternehmenskultur, die sich den Vorteilen von Benchmarking und der Bedeutung von ständiger Entwicklung betont, ist notwendig.</p>
<p><strong>In der Volkswirtschaft</strong> wird Benchmarking auch für Standortvergleiche genutzt, etwa für Länder (z.B. im <a title="World Economic Forum - Global Competitiveness Report" href="http://www.weforum.org/en/initiatives/gcp/index.htm" target="_blank">Global Competitiveness Report</a>), Regionen oder Branchen.</p>
<p>Soweit zu einer kleinen Zusammenfassung über Benchmarking. Zum Einstieg in das Thema (und als Quelle für diese Informationen) kann man Siebert, G./Kempf, S. (2002) lesen, Wikipedia tuts aber dafür auch. Der interessierte Leser sucht vielleicht lieber direkt Literatur für sein Bezugsgebiet (&#8220;Benchmarking in der Bildung&#8221; stach mir ins Auge), die ist dann vermutlich auch deutlich stärker an Seiten ;)</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li>G./Kempf, S. (2002):  Benchmarking, 2. Aufl., München u.a.</li>
<li>Wikipedia: <a title="Wikipedia: Benchmarking in der Betriebswirtschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benchmarking_in_der_Betriebswirtschaft" target="_blank">Benchmarking in der Betriebswirtschaft</a></li>
</ul>
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		<title>Ein großer iPod touch, nichts weiter</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 09:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Android]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[apple]]></category>
		<category><![CDATA[apps]]></category>
		<category><![CDATA[appstore]]></category>
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		<category><![CDATA[tegra2]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Überschrift sagt alles. Das gestern vorgestellte iPad ist vor allem ein iPod touch. Es kann nicht mehr als ein iPod touch, in den durch Vergrößerung mehr Hardware passt. Der kleinste Apple-Rechner im Jahr 2010 ist ein 13&#8243;-Macbook. Selbst wenn man ignoriert, dass auf dem iPad ein eingeschränktes Betriebsystem (kein Multitasking, keine Hintergrund-Dienste, keine Telefonie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschrift sagt alles. Das gestern vorgestellte iPad ist vor allem ein iPod touch. Es kann nicht mehr als ein iPod touch, in den durch Vergrößerung mehr Hardware passt.</p>
<p>Der kleinste Apple-Rechner im Jahr 2010 ist ein 13&#8243;-Macbook. Selbst wenn man ignoriert, dass auf dem iPad ein eingeschränktes Betriebsystem (kein Multitasking, keine Hintergrund-Dienste, keine Telefonie auch bei 3G-Version) läuft, dass sich nur über den Appstore unter Apples voller Kontrolle mit Programmen beladen lässt, zeigt es spätestens die Hardware.</p>
<p>Zwar sind Taktraten heute nicht mehr die Welt, aber 1GHz ist dünn für einen Hauptprozessor, auch wenn die Grafikleistung offensichtlich stimmt. Aber mit einem Blick auf die Anschlussmöglichkeiten klärt sich die Frage entgültig: <strong>Das Gerät besitzt lediglich den vom iPhone und iPod bekannten Anschluss. </strong>Kein USB-Anschluss, kein SD-Steckplatz.</p>
<p>Das Apple Tablet unterstützt übrigens, genau wie iPod und iPhone kein Flash (nochmal:<em> wir haben 2010</em>). Wenn man sich die Anwendungen ansieht, die damit möglich wären, ist das auch garkein Wunder: Das wäre eine unkontrollierbare Konkurrenz für den einen Appstore als Hauptlieferant für touch-Anwendungen.</p>
<p>Natürlich wird es trotzdem ein Erfolg. Und Spaß macht es sicher auch.</p>
<p>Aber guckt man ein paar Monate weiter (<em>und es kommt in Europa erst in drei Monaten!</em>), wird Apple selbst bei einem Einstiegspreis von $500 (mit lächerlichem Speicher und ohne mobiles Internet) dünn gegen die Masse an günstigen Tegra2-Tablets aussehen. Diese Tablets werden Computer mit vollwertigen Betriebssystemen und höherer Akkuleistung bei gleichen Medien-Fähigkeiten sein.</p>
<p>Apple baut hier weiter an einer Glasspshäre für die treuen Kunden, die in de Spähre glücklich sein werden &#8211; während das richtige Leben draußen stattfindet. Das war aber zu erwarten und kann die richtige Strategie sein, während das Kopfschütteln der Außenwelt genauso berechtigt ist.</p>
<p>Diverse Nachträge nach dem Sprung.</p>
<p><span id="more-64"></span></p>
<h3><em>Zu Flash</em></h3>
<p><a title="Ein paar Worte zur iPad Diskussion und warum ich auf Flash verzichten kann - Jörn Sieveneck" href="http://nero.7ha.de/ein-paar-worte-zur-ipad-diskussion-und-warum" target="_blank">Hier</a> wird Argumentiert, dass das Ableben von Flash wünschenswert ist und folglich Apple etwas richtiges tut, wenn es Flash auslässt. Das ist richtig und Bullshit.<br />
Apple legt mehr wert auf Benutzererfahrung als Standards und Gemeinnützigkeit. Natürlich kann man (und sollte man manchmal) auf Flash verzichten. Aber darum geht es ja gar nicht.<br />
Es geht um Kontrolle. Apple kann, will aber nicht. Außerdem: Adobe will nicht, wie Apple will.<br />
Stromverbrauch und Wärmeentwicklung spielen sicher eine Rolle, Rechenleistung und mobile Bandbreite auch. Apples Ansichten zum Web sicher weniger.<br />
Dass hier argumentiert wird, dass mit Flash zu viel Mist gemacht wird, ist schon lächerlich. HTML wird ja auch unterstützt. Und wer mit HTML5 dann (3D-) Spiele programmiert, bleibt wohl abzuwarten.</p>
<p>Unsortierte, aber zugehörige Gedanken:</p>
<ul>
<li>Apple bietet ein iPad-Dock mit angebrachter Tastatur an. Das macht es zum teuersten, beschränktesten Netbook der Welt.</li>
<li>Kein Flash, kein Multitasking, keine Hintergrunddienste. 2010. Ehrlich!?</li>
<li>Sowohl iPad als auch Tegra2-Tablets sind gleich weit im Produktionsprozess. Und nicht aufm Markt.</li>
<li><em>Overall meh-ness</em>: Keine umwerfenden, neuen Funktionen oder Features. Keine. Nada. In der ganzen Vorstellung nicht. Kein &#8220;one more thing&#8221;. Wie&#8230; dünn. Präsentation fesselt auch ungewohnt wenig. Anderswo wird Argumentiert, dass Steve offenbar selbst nicht überzeugt war &#8211; den Eindruck teile ich von der Keynote. Die Games sind mau. Tegra2 kommt von Nvidia, einem Grafikhardware-Hersteller, der auch schon Spieledemos auf gleichem Niveau gezeigt hat.</li>
<li>Bookstore hat ja eh bald jedes Gerät. So what?</li>
<li>Kein Video-Out &#8211; nix VGA, HDMI, DVI&#8230; aber hey, iWorks, ne? Vermutlich gibts nen 30€ iPod-zu-Video-Adapter&#8230;<br />
<span style="color: #ffff00;"><span style="color: #000000;"><em>Update:</em></span><em> </em></span><em> Jap. <strong>$30 pro Adapter, es gibt </strong></em><a href="http://www.ilounge.com/index.php/reviews/entry/apple-ipad-camera-connection-kit/" target="_self"><em><strong>Kamera/SD</strong></em></a><em><strong> und </strong></em><a href="http://www.ilounge.com/index.php/reviews/entry/apple-ipad-dock-connector-to-vga-adapter/" target="_blank"><em><strong>VGA-Adapter</strong></em></a><em>. Apple sind die neuen Adapter-Rumschlepper. WTF.</em></li>
<li><a title="Is Apple Evil? - Aaron Swartz" href="http://www.aaronsw.com/weblog/ipad" target="_blank">Apple will die volle Kontrolle</a>, sagt Aaron Swartz &#8211; und argumentiert zu recht mit der Angst vor Freiheitsverlust</li>
<li><a href="http://www.macnotes.de/2010/01/28/micro-sim-im-ipad-neues-gsm-sim-format-mit-geringer-verfugbarkeit/" target="_blank">Es gibt <strong>garkeine SIM-Karten für das iPad</strong></a><strong> </strong>- was das soll, weis keiner. Vielleicht passive Anbieterkontrolle?</li>
<li><strong>Keine Kamera!? </strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,674618,00.html" target="_blank">und weitere Aufreger </a>aus der ganzen Tech-Welt</li>
<li>Das Ganze kann man auch noch deutlich länger ausführen, siehe bei Engadget <a title="Editorial: Engadget on the Apple iPad" href="http://www.engadget.com/2010/01/27/editorial-engadget-on-the-ipad/" target="_blank">hier</a></li>
<li><a href="http://www.engadget.com/2010/01/28/adobe-on-flash-and-the-ipad-apple-is-continuing-to-impose-rest/" target="_blank">Adobe beschwert sich</a> wegen fehlendem Flash</li>
</ul>
<p>Wird bei Bedarf erweitert&#8230;</p>
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