Ein großer iPod touch, nichts weiter

Posted on 28th Januar 2010 in Android, Technologie

Die Überschrift sagt alles. Das gestern vorgestellte iPad ist vor allem ein iPod touch. Es kann nicht mehr als ein iPod touch, in den durch Vergrößerung mehr Hardware passt.

Der kleinste Apple-Rechner im Jahr 2010 ist ein 13″-Macbook. Selbst wenn man ignoriert, dass auf dem iPad ein eingeschränktes Betriebsystem (kein Multitasking, keine Hintergrund-Dienste, keine Telefonie auch bei 3G-Version) läuft, dass sich nur über den Appstore unter Apples voller Kontrolle mit Programmen beladen lässt, zeigt es spätestens die Hardware.

Zwar sind Taktraten heute nicht mehr die Welt, aber 1GHz ist dünn für einen Hauptprozessor, auch wenn die Grafikleistung offensichtlich stimmt. Aber mit einem Blick auf die Anschlussmöglichkeiten klärt sich die Frage entgültig: Das Gerät besitzt lediglich den vom iPhone und iPod bekannten Anschluss. Kein USB-Anschluss, kein SD-Steckplatz.

Das Apple Tablet unterstützt übrigens, genau wie iPod und iPhone kein Flash (nochmal: wir haben 2010). Wenn man sich die Anwendungen ansieht, die damit möglich wären, ist das auch garkein Wunder: Das wäre eine unkontrollierbare Konkurrenz für den einen Appstore als Hauptlieferant für touch-Anwendungen.

Natürlich wird es trotzdem ein Erfolg. Und Spaß macht es sicher auch.

Aber guckt man ein paar Monate weiter (und es kommt in Europa erst in drei Monaten!), wird Apple selbst bei einem Einstiegspreis von $500 (mit lächerlichem Speicher und ohne mobiles Internet) dünn gegen die Masse an günstigen Tegra2-Tablets aussehen. Diese Tablets werden Computer mit vollwertigen Betriebssystemen und höherer Akkuleistung bei gleichen Medien-Fähigkeiten sein.

Apple baut hier weiter an einer Glasspshäre für die treuen Kunden, die in de Spähre glücklich sein werden – während das richtige Leben draußen stattfindet. Das war aber zu erwarten und kann die richtige Strategie sein, während das Kopfschütteln der Außenwelt genauso berechtigt ist.

Diverse Nachträge nach dem Sprung.

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Kommt ein Google in den Mobilfunkmarkt

Posted on 9th Januar 2010 in Technologie

Die Nachfolger der Smartphones hatte ich ja bereits angesprochen (Google möchte sie – ekliger Weise – inzwischen gerne “Superphone” nennen) und mit dem Hinweis verknüpft, dass man beim Erstehen eines selbigen mit Teilen der eigenen Seele in Schuldigkeit gerate.

Normalerweise geschieht das zum einen an den Mobilfunkanbieter, der eben dieses im Angebot hat und zum anderen an den Zuhälter der installierten Software. Bei Apple ist das, ähnlich wie bei normalen Handys der letzten Jahre, gleichzeitg der Hardwareverlöter. Bei Android-Geräten ist es Google.

Durch Apples ehemals exklusives Angebot eines solchen Gerätes konnte Apple zudem durch Auswahl des Mobilfunkanbieters für den Nutzer treffen – obwohl Apple-Kunden ja gerne aktzeptieren, dass Apple weis, was denn gut für sie ist, stieß die Wahl der heißgeliebten deutschen Telekom auf besonders wenig Gegenliebe. Ähnlich, aber weniger extrem, werden attraktive Handymodelle immer von Mobilfunkanbietern normalerweise ersteigert, um Kunden zu hässlichen Verträgen zu locken. Mit Android-Geräten verlief das ganz ähnlich. Business as usual.

Bis jetzt. Das Nexus One, Googlephone oder wie man es auch nennt, war nicht die innovative Eröffnung von Google auf der diesjährigen CES. Es war die Ankündigung eines Onlineshops für Android-Geräte, in denen man zum Gerät einen Anbieter wählen kann, aber nicht muss.

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Taschencomputer, mit denen man sogar telefonieren kann

Posted on 4th November 2009 in Allgemein, Technologie

Wenn man, wie ich, ein wenig technologiebegeistert ist, kommt man heutzutage nicht lange um ein aktuelles Smartphone herum. Der Begriff Smartphone wird manch einem den Windows Mobile- und Symbian-Angstschweiß ins Gesicht treiben, weshalb er für aktuelle Geräte auch kaum noch passend ist:

Das iPhone als handygewordener Taschencomputer macht es zum ersten mal außerhalb von Firmen chic, auf einem überhandflächengroßen Bildschirm zu hantieren, der Wegfall des obligatorischen Eingabestiftes durch ein intelligentes Schmierfinger-Interface nimmt eine weitere Hürde für unbedarfte Alltagsnutzer.

Die Möglichkeiten sind kaum begrenzt – das Gerät bringt einen meist überall mit mal guter, mal nicht so guter Geschwindigkeit ins Internet, man bequem auch mal eine Mail verfassen, einen Schnappschuss machen und hochladen und hat entweder die gesamte oder wenigstens 1/8 einer großen Musiksammlung immer dabei. Auch ein paar Filme kann man durchaus mit auf eine Zugreise nehmen.
Wie Apple es ausdrückt – zu egal welchem Zweck, “There’s an app for that!”

Will man aber in die neue, bunte Welt der Taschen-Allzweckgeräte einsteigen, muss man sich zunächst darüber im Klaren sein, dass man seine Seele verkaufen muss.

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En Garde

Posted on 29th Juli 2009 in Allgemein

en  garde [ã ga:rd Adv. ] [..] [<frz. en in“ und garde Wache, Posten“]

Dies Blog wird sich zukünftig mit einer Reihe von Themen beschäftigen, die mit den Begriffen Politik, Instructional Design, Management und Technologie kurz umrissen werden können.

Mein Name ist Martin. Ich möchte hier kurz ein paar Hintergründe aufzeigen, die Inhalte dieses Blogs beeinflussen werden.

Als Ruhrpott-Kind hat es mich an die Uni Freiburg getrieben, wo ich mein B.A.-Studium Bildungsplanung und Instructional Design gerade beendet habe. Als ein Pentium mit 120Mhz das Neuste vom Neuen war, habe ich angefangen mit dem Internet zu Spielen, zu Leben und nicht zuletzt zu Lernen, das hat sich nicht großartig geändert. Bis auf den Pentium.

Technologie und ihre Anwendung
Wir existieren nicht mehr ohne Technologie und entwickeln uns mir ihr – und sie sich mit uns. Technologie ist verwendbares Wissen um Technik und die Welt – somit beschränkt sie sich nicht auf elektronische Geräte. Methoden der Psychologie und Kommunikation, des Lernens und Lehrens sind Technologie – auch ohne die Beteiligung jeglichen Buchdrucks oder Elektrizität.

Bildung und ihre Anwendung
Ich mag voreingenommen und idealistisch sein, aber ich halte Bildung für das letzte Allheilmittel der Menschheit. Bildung von Wissen, Fertigkeiten und Charakter sind der einzige Weg aus einer Welt, in der das Fernsehn jeden Tag Krieg und Verderben zeigt.

Nur wie geht das mit der Bildung? Wie fördert man Lernen, weckt Interesse? Leider gibts da wenig pauschale Anworten (alles voll indiviuell, situationsbedingt und so! oder?). Das Instructional Design, als eine mögliche Antwort, werde ich hier vorstellen und vielleicht das ein oder andere Häppchen zubereiten, das sich der geneigte Leser zu gemüte führen mag. Oder sollte.

Die Politik
… war für mich voller Populismus und Selbstdarstellung unter dem Vorwand von Idealen. Alles in allem hat mich die Politik abgeschreckt: ineffizient, verklüngelt, skandalträchtig, populistisch.

Nichts desto trotz scheint eine gewisse Notwendigkeit, trotz  dieser Abschreckung, zu bestehen, sich mit Politik nicht nur zu beschäftigen. Die amtierenden Politiker sind zu alt und zu langsam. Um von rarer Kompetenz nicht zu sprechen.

und die Piraten
… sind der einzige mir ersichtliche Weg, Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen. Die SPD hat keine Zähne, die Grünen sind unsicher und mürbe.

Die Piratenpartei ist nicht routiniert in politischem Umgang und hat noch ein dünnes Programm. Aber sie ist die einzige Sammlung von Kompetenz  zum Bereich Informationeller Selbstbestimmung, Internet, Informationstechnologie und Netzkultur. Und sie ist jung und bereit, sich weiter zu entwickeln. Sie braucht nur ein paar helfende Hände.

En Garde
“Mögest du in interessanten Zeiten leben”, wird in China verflucht.
Die interessanten Zeiten sind da, vielen Dank.
Nun gilt es, die Augen offen zu halten.
Zum Beispiel hier.

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Flagge zeigen

Posted on 22nd Juni 2009 in Allgemein

anonymous-to-pirate

Bald mehr.

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